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Brief vom Christkind: Beispiel und Ideen

In vielen Familien im Süden und Westen Deutschlands bringt nicht der Weihnachtsmann die Geschenke, sondern das Christkind. Ein Brief vom Christkind klingt deshalb anders: leiser, heller und ein wenig geheimnisvoll.

Wer ist das Christkind?

Die Figur geht auf die Reformationszeit zurück. Martin Luther wollte die Verehrung der Heiligen zurückdrängen und rückte statt des heiligen Nikolaus den „Heiligen Christ“ als Gabenbringer in den Mittelpunkt. Daraus wurde mit der Zeit das Christkind, wie es heute viele Familien kennen: eine engelhafte Kindergestalt in hellem Gewand, oft mit Flügeln und goldenem Haar.

Zu Hause ist das Christkind heute vor allem in Bayern, Franken, Baden-Württemberg, im Rheinland und im Saarland, außerdem in Österreich, der Schweiz und Südtirol. Besonders bekannt ist das Nürnberger Christkind: Jedes Jahr eröffnet dort eine junge Frau in goldenem Gewand und mit Krone den Christkindlesmarkt mit einem feierlichen Prolog.

Christkind oder Weihnachtsmann: der Unterschied

Der Weihnachtsmann ist ein älterer Herr mit weißem Bart, rotem Mantel, Schlitten und Rentieren. Er besucht Kinder manchmal sogar persönlich, im Kindergarten oder auf dem Weihnachtsmarkt. Das Christkind dagegen sieht niemand. Es kommt an Heiligabend, während die Kinder in einem anderen Zimmer warten, und oft kündigt ein Glöckchen an, dass unter dem Baum etwas liegt.

Welche Figur zu euch kommt, hängt meist von der Region und der eigenen Familiengeschichte ab. Manche Kinder kennen beide, weil Oma und Opa es anders halten als die Eltern. Richtig oder falsch gibt es dabei nicht. Wichtig ist nur, dass der Brief zu dem passt, was dein Kind kennt.

Wie klingt ein Brief vom Christkind?

Ein Brief vom Christkind ist sanfter als einer vom Weihnachtsmann. Statt „Ho ho ho“, Werkstatt und Rentieren tauchen Sternenlicht, Wolken, Kerzenschein und Engel auf, die beim Vorbereiten helfen. Die Sätze dürfen kurz und ein bisschen poetisch sein, ohne dass der Brief schwer zu verstehen wird.

Persönlich wird er durch dieselben Dinge wie jeder gute Weihnachtsbrief: eine kleine Szene aus dem Jahr deines Kindes, die es selbst wiedererkennt, und eine Antwort auf etwas, das es wissen möchte. Ein guter Anknüpfungspunkt ist der Wunschzettel. Wenn dein Kind ihn dem Christkind auf die Fensterbank gelegt hat, kann der Brief davon erzählen, dass er angekommen ist.

Das Christkind bringt in vielen Familien die Geschenke. Trotzdem verspricht der Brief nichts, was unter dem Baum liegen wird, und er knüpft nichts an gutes Benehmen. Er sagt dem Kind einfach, dass es gesehen und gemocht wird, so wie es ist.

Ein Beispiel für Lena

Liebe Lena,

hier oben ist es in diesen Tagen ganz still. Die Sterne leuchten schon am Nachmittag, und die Engel polieren die kleinen Glocken, die an Heiligabend klingen sollen. Dabei habe ich an dich gedacht und an den Wunschzettel, den du mit so viel Sorgfalt bemalt hast.

Ich habe gehört, dass du in diesem Jahr Fahrrad fahren gelernt hast. Erst mit wackeligem Lenker, dann immer sicherer, bis du den ganzen Weg zum Spielplatz allein geschafft hast. Darauf darfst du stolz sein.

Ich weiß auch, dass du gern wissen möchtest, warum die Sterne funkeln. Das liegt an der Luft: Sie ist immer ein wenig in Bewegung, und das Licht der Sterne zittert auf seinem langen Weg zu dir. Wenn du an Heiligabend aus dem Fenster schaust, such dir einen Stern aus und sieh ihm eine Weile beim Funkeln zu.

Ich wünsche dir eine warme, helle Weihnachtszeit mit Kerzenlicht, Plätzchenduft und Menschen, die dich lieb haben.

Dein Christkind

Das Christkind als Absender bei SantaBrief

Bei SantaBrief wählst du aus, von wem der Brief kommt: vom Weihnachtsmann, vom Christkind oder vom Nikolaus. Der Entwurf wird in der Stimme dieses Absenders geschrieben. Eine eigene Unterschrift ändert nur die Signatur. Neue Entwürfe verwenden dann die Stimme des ersten Absenders für die gewählte Briefsprache. Für einen anderen Absender passe den Text selbst an oder wähle dessen vorgegebene Signatur.

Du beantwortest ein paar Fragen zu deinem Kind: Name, Alter, Wohnort, was in diesem Jahr passiert ist und worauf es neugierig ist. Daraus entsteht ein erster Entwurf. Du liest jeden Satz, änderst, was nicht zu euch passt, und erst dann wird der Brief gedruckt und mit der Post verschickt.

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